Eine Reise die alles verändert hat ...

Im September 2010 verließ ich als Zivildienstleistender das gemütliche Deutschland um ein Jahr lang eine neue Welt in Peru kennenzulernen.

 

In der Stadt Piura habe ich die prekären Lebensumstände von Straßenkindern sowie die bittere Armut von Fischerfamilien kennengelernt, die ganz andere Probleme haben als wir in Deutschland.

 

Das Projekt CANAT, in dem ich tätig war, versucht berufstätigen Kindern und Jugendlichen eine Möglichkeit der Schul- und Berufsbildung neben ihrer Arbeit zu bieten. Häufig sind die Kinder schon mit 5 Jahren gezwungen, ihren Unterhalt in der Nacht auf dem Markt zu verdienen.

Der Gründer Kilian Lenz auf seiner Reise 2011 in Südamerika.

Juli 2011


Müllverbrennung für bessere Hygiene

Ein weiteres Projekt von CANAT ist die Unterstützung der Kinder des Fischerdorfes "La Torguga".


In einer Spielothek können die Kinder, die ebenfalls schon sehr früh beim Fischen und im Haushalt arbeiten, müssen ein Mal in der Woche Kind sein und spielen.


Das abgelegene Dorf ist nur über eine Holperpiste zu erreichen und besitzt keine stetige Wasserversorgung. Alle paar Tage kommt ein Lastwagen bei dem die Leute Wasser kaufen können, welches in großen Fässern gelagert wird.


Auch ein Abwassersystem und eine Müllentsorgung existieren nicht.


Der Abfall wurde aufgrund fehlender Alternative in die Landschaft entsorgt. Der Gang zum Klo führte in die Weite der Wüste. Dies führte zu einer kritischen hygienischen Situation, die sich grade bei kleinen Kindern in Form von bedrohlichem Durchfall äußerte. Als Maßnahme zur Sensibilisierung haben wir mit den Schulkindern wöchentliche Reinigungsaktionen durchgeführt und den Müll anschließend verbrannt.

 

Für die nachhaltige Entwicklung wird ein Euro für den peruanischen Schneidernachwuchs gespendet.

Engagement

Diese Erfahrungen haben mich ganz gründlich zum Nachdenken gebracht. Über meinen eigenen Konsum sowie die Auswirkungen meines Handelns auf diesen Planeten.

 

Entstanden ist schließlich der "Unkaputtbare". Die Idee einen nachhaltigen Kameragurt aus upcycelten Materialien zu schaffen, der den Leuten dienen soll, denen es nicht egal ist, ob unsere Welt morgen immer noch so toll zu bereisen und zu fotografieren ist.

Um das Engagement weiter zu führen, wird für jeden verkauften Gurt 1,00 € an das Projekt CANAT gespendet, in dem ich ein Jahr lang arbeiten durfte. Dort erhalten Jugendliche unter anderem eine Berufsausbildung, um in Zukunft einer regulären Beschäftigung nachgehen zu können.